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2. September 2009

Freiheit vs. Gleichheit

Filed under: Marktwirtschaft — pepper @ 17:57

Hi @ all,

was heute nicht zuende diskutiert wurde: eins stimmt bei der Gleichsetzung Kommunismus = Gleichheit; Liberalismus = Freiheit nicht ganz – der Liberalismus verlangt als eine seiner Prämissen auch Gleichheit, nämlich die Chancengleichheit, ohne die er nicht funktioniert. Ein Beispiel aus der sozialen Marktwirtschaft ist das Bundeskartellamt, das nichts anderes tut, als ungleiche Marktbedingungen zu bekämpfen: freier Wettbewerb ist Wettbewerb unter gleichen Bedingungen.

Der Arbeitsmarkt ist auch ein Markt (cf. Marx), die Bedingungen scheinen hier alles andere als gleich zu sein.

Was meint ihr?

6 Kommentare »

  1. Nun ja,
    am Arbeitsmarkt gewinnt der, der sich am besten darstellt, was wiederum stark mit der Bildung zusammenhängt, die der betreffende genossen hat. Viele Familien aus der “Unterschicht” sind nicht in der Lage, für eine ausreichende Bildung aufzukommen (Studiengebühren,Büchergeld, etc.), was im Endeffekt dazu führt, dass über Generationen hinweg die anfangs benachteiligten keine Chance haben, wieder aus diesem Teufelskreis auszubrechen (vgl. Material sz magazin 25, S.22)

    Kommentar by carina — 9. September 2009 @ 20:01

  2. Das heißt zuende gedacht: ohne gleiche Bildungschancen können wir den ganzen freien Wettbewerb komplett vergessen.

    Kommentar by admin — 10. September 2009 @ 12:29

  3. …ich muss da kurz mal zwischenschalten… ich wollte gern die H.A. erfahren die ich hier findne sollte aber ich bin auf nichts gestoßen

    lg Jan

    ps: Ich stimme Carina imn ersten Punkt vollkommen zu.

    Kommentar by JAN S1 — 10. September 2009 @ 21:02

  4. Also ich würde nicht ganz zu stimmen, es stimmt schon das sozial benachteiligte Familien es schwerer haben ihren Kindern eine gute und zuverlässige Bildung zu ermöglichen. Allerdings ist gerade hier in Deutschland es schon möglich etwas aus sich zu machen. Wir kommen hier selber aus einem “sozialen Brennpunkt” und dennoch wird es uns möglich sein später einmal die Uni zu besuchen oder eine Ausblindung zu bekommen. Ich seh das eher so wer mehr für sich tut und viel gibt kann auch viel ernten. Hoffe ihr versteht das nicht falsch ;)

    Kommentar by FabianS1 — 11. September 2009 @ 16:59

  5. Das stimmt zwar (Schröder konnte als Arbeiterkind Bundeskanzler werden), man muss aber zur Kenntnis nehmen, dass die Benachteiligung von Kindern aus den sog. bildungsfernen Schichten empirisch nachweisbar und in keinem Land so wirksam wie in Deutschland ist. So sind sich Lothar Bisky und Olaf Henkel in der Beurteilung der sozialen Gerechtigkeit zwar keineswegs einig, sehr wohl aber in der der Chancengleichheit im Bildungswesen und diese Ungleichheit besteht laut SZ-Autoren fort, obwohl die Gründe bekannt sind, sc. Zitat Klemm: “In jeder Situation, in der für ein Kind eine schulische Weiche gestellt wird, werden Kinder aus bildungsfernen Schichten diskriminiert«, erklärt Klemm, »und je mehr Übergangssituationen ein Bildungssystem hat, umso stärker öffnet sich die Schere zwischen den sozialen Schichten.”
    Die Frage lautet also: wenn man die Gründe kennt, warum unternimmt man dann nichts dagegen?

    Kommentar by admin — 16. September 2009 @ 17:10

  6. Ich finde eher, dass die Frage lautet, was passieren würde, wenn man z.B. die “Übergangssituationen” abschaffen würde.
    Diese Übergangssituationen sind meiner Meinung gar nicht so schlimm, wenn man die Schüler wirklich nach erbrachter Leistung sortieren würde und denjenigen, die Förderung benötigen, eben eine individuelle Förderung zukommen lassen sollte. Dafür würden allerdings wiederum mehr Lehrkräfte benötigt, die ja auch wieder eine Menge Geld kosten. Damit dürfte zumindest die Frage danach, warum nichts geschieht, geklärt sein. :(

    Kommentar by carina 1 — 26. September 2009 @ 14:49

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